Wer sind wir?

Wir sind eine linke, undogmatische Gruppe an der Uni Göttingen und zur Zeit hauptsächlich an den Fachbereichen Ethnologie und Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie verankert, wo wir uns mit Allgemein- und Hochschulpolitik auseinandersetzen und versuchen, die Studierenden politisch zu organisieren. Unser Blick hört dabei nicht an der Campusgrenze auf, unser Ziel ist es, die gesellschaftlichen Zustände zu verändern, und nicht, Interessensvertretung für Studierende zu betreiben.

Basisdemokratische Organisation. Unsere Entscheidungen fällen wir basisdemokratisch im gemeinsamen Plenum nach Konsensprinzip: Es gibt keine Mehrheit, die die Minderheit überstimmt, sondern Entscheidungs- und Diskussionsprozesse, an denen alle gleichberechtigt teilnehmen können. Dabei geht es uns auch darum, (informelle) Hierarchien innerhalb der Gruppe aufzudecken und abzubauen. Auf Uniebene sind wir Teil des Basisdemokratischen Bündnis (Zusammenschluß aller Basisgruppen), dessen Politik wir aktiv mitgestalten.

Themen und Arbeitsfelder. Politische Arbeit bedeutet für uns, daß wir uns gemeinsam mit Themen wie dem Kampf gegen Sexismus, Verwertungslogik, Rassismus, Faschismus, Antisemitismus, Studentenverbindungen oder Repression beschäftigen. Diese Beschäftigung ist für uns aber kein Selbstzweck und begleitet unsere praktische Arbeit, wenn es darum geht, z.B. Abschiebungen zu verhindern, die Unileitung unter Druck zu setzen, die Studierenden an der Basis zu organisieren oder Burschenschaftern entgegenzutreten. Unsere inhaltliche und theoretische Arbeit findet in keinem Elfenbeinturm statt, sondern orientiert sich an den Bedürfnissen der Gruppenmitglieder und den aktuellen Geschehnissen in der Gesellschaft.

Freiräume erkämpfen. Unter anderem beteiligen wir uns an der Erkämpfung und Aufrechterhaltung von selbstverwalteten freiräumen an der Uni und in der Stadt. Der Aufbau von lebbaren Alternativen zur kapitalistischen Gesellschaft auf kultureller und praktischer Ebene ist der Schlüssel zur organisierten Veränderung unserer Lebensbedingungen und zur Entwicklung einer nachkapitalistischen Lebensweise. Dabei setzen wir in unserem eigenen Lebensbereich an, in dem wir uns freiräume erkämpfen, Fremdbestimmung hinterfragen und auch andere davon überzeugen, sich gemeinsam, solidarisch und massenweise aufzulehnen.

Emanzipatorischer Anspruch. Wir begreifen die politische Arbeit in unserer Gruppe, sowie die persönlichen Erfahrungen, die wir hier und mit anderen machen, als Entwicklung, indem wir lernen, uns gegenseitig zu vertrauen und zu unterstützen. Gegen eine Gesellschaft, die meint, sich nur durch einen ständigen, erzwungenen Konkurrenzkampf am Leben erhalten zu können, setzen wir eine solidarische und kollektive Praxis. Ziel ist es, eine Perspektive des Widerstands und der Befreiung zu entwickeln, in der die alltäglichen sozialen Realitäten von uns selbstbestimmt werden und wir die offenen Auseinandersetzung mit dem System wagen können.

Wir sind eine offene Gruppe, in die Studierende aller Fachrichtungen zu jedem Zeitpunkt einsteigen können. Unser Kampf gewinnt in dem Maße an Boden, je mehr sich daran beteiligen!

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