Vortrag zu Geschichte, Gegenwart und Kritik des Antiziganismus

Veröffentlicht: 27. Juni 2011 in Uncategorized

Montag, 27. Juni 2011 | 19.30 Uhr | Uni (Theologicum T0.134)

In Medien und Alltagsbewusstsein werden »Stereotype über vermeintliche »Zigeuner« immer neu reproduziert. Auf der einen Seite gibt es das romantische Bild von Lagerfeuer, Musik, tanzenden Menschen und grenzenloser Freiheit, andererseits gibt es das Bild des durchtriebenen und kriminellen »Zigeuners«. Über 60 Prozent der Deutschen sind antiziganistisch eingestellt und 76 Prozent der Sinti und Roma in der BRD geben an, regelmäßig Diskriminierungen ausgesetzt zu sein zu sein.

Antiziganismus ist das weit verbreitetste Vorurteil überhaupt – über keine andere Gruppe weiß die Mehrheitsgesellschaft so wenig und meint zugleich so viel Negatives zu wissen. Im Vortrag wird – nach einer kurzen Begriffsklärung – auf die lange Geschichte und die gewalttätige Gegenwart des Antiziganismus in Europa eingegangen.

In einem zweiten theoretischen Teil werden Ansätze zu einer Theorie des Antiziganismus auf der Basis Kritischer Theorie vorgestellt. Dabei wird insbesondere die Bedeutung der Kategorien »Arbeit«, »Nation« und »Geschlecht« für die antiziganistische Sinnstruktur beleuchtet.

Markus End promoviert am »Zentrum für Antisemitismusforschung Berlin« zur Struktur und Funktionsweise des modernen Antiziganismus und ist Mitherausgeber des Sammelbandes »Antiziganistische Zustände«.

Organisiert von: AK Asyl & Dienstagsplenum gegen Abschiebung und
Rassismus, FSR Sozialwissenschaften

weitere Infos unter: migrationbeats.tk

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